wirtschaft

Herbstumfrage: Unternehmen erwarten keine Rezession - Mehrheit rechnet mit stabiler Geschäftslage im kommenden Jahr
(nf/red/21.11.11) Die Unternehmen in Deutschland bleiben trotz eingetrübter Konjunkturaussichten überwiegend optimistisch. Laut Herbstumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) rechnet jede zweite Firma mit einer stabilen Geschäftslage im kommenden Jahr. Mehr als 30 Prozent der befragten Unternehmen erwarten sogar Zuwächse, während knapp 20 Prozent von einem Rückgang der Produktion ausgehen. Stark heruntergeschraubt wurden vor allem die Erwartungen an das Auslandsgeschäft. Nur noch jede vierte Firma geht hier von einer Steigerung aus. Zuversicht herrscht hinsichtlich des Arbeitsmarkts. Eine Mehrheit der Unternehmen glaubt an konstante oder höhere Beschäftigungszahlen. Insgesamt habe die Rezessionsgefahr zwar deutlich zugenommen, so die Einschätzung des IW, gleichzeitig erweise sich die gegebene Situation aber als robust.

Originaltext des IW Köln:

+++ Trotz Finanz- und Schuldenkrise rechnen die Unternehmen in Deutschland nicht mit einer Rezession. So geht die Hälfte der Firmen davon aus, dass ihnen das nächste Jahr konstante Geschäfte beschert. Rund 31 Prozent erwarten für das Jahr 2012 sogar einen Produktionszuwachs, annähernd 19 Prozent ein Minus. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in seiner aktuellen Herbst-Konjunkturumfrage, für die fast 2.600 Unternehmen in West- und Ostdeutschland befragt wurden.

Stärker eingetrübt haben sich allerdings die Exportperspektiven der Betriebe. Zwar rechnen fast 24 Prozent der Unternehmen mit einer Zunahme ihrer Ausfuhren und nur rund 13 Prozent mit einer Abnahme. Doch ein halbes Jahr zuvor schätzten die Firmen das Auslandsgeschäft noch wesentlich optimistischer ein. Etwas zurückhaltender als 2010 zeigen sich die Betriebe auch bei ihren Investitionsplänen – aktuell wollen annähernd 30 Prozent der Unternehmen 2012 mehr und knapp 20 Prozent weniger für Neuanschaffungen ausgeben als in diesem Jahr. Besonders investitionsfreudig zeigen sich derzeit die Industrie und der Dienstleistungssektor, während die Bauwirtschaft eher von Budgetkürzungen ausgeht. Auf den Arbeitsmarkt wirken sich die eingetrübten Konjunkturaussichten glücklicherweise kaum aus: Die meisten Unternehmen gehen von einer stabilen Beschäftigung im Jahr 2012 aus, 25 Prozent der Firmen wollen die Zahl ihrer Mitarbeiter im kommenden Jahr sogar aufstocken.

(...) +++

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