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Branchenumfrage: Trotz Schuldenkrise und abflauender Weltkonjunktur überwiegt in der deutschen Wirtschaft die Zuversicht
(nf/red/27.12.11) Zwar ist die Stimmung nicht mehr ganz so gut wie vor zwölf Monaten. Dennoch geht die deutsche Wirtschaft mit viel Optimismus ins kommende Jahr. Trotz Schuldenkrise und schwächelnder Weltkonjunktur zeigen sich viele Branchen in robustem Zustand, wie aus der diesjährigen Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht. Beim Blick auf 2012 überwiege die Zuversicht, lautet das Fazit der Studie. Positiv überrascht habe etwa der Ausblick des Einzelhandels, während man bei der Energiewirtschaft sowie bei Banken und Versicherungen eher pessimistisch gestimmt sei. Insgesamt rechnet das IW im Jahresverlauf mit einer leichten konjunkturellen Aufwärtsbewegung in Deutschland. Hinsichtlich des Arbeitsmarkts sei eine weitgehend stabile Entwicklung zu erwarten.

Originaltext des IW:

+++ „Das Abflauen der Weltkonjunktur und die Ungewissheit bezüglich der Folgen der Schuldenkrise gehen auch an der deutschen Wirtschaft nicht spurlos vorüber. Dennoch präsentieren sich viele Branchen in guter Verfassung und erwarten ein positives Jahr 2012.“ So fasst Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), die Ergebnisse der diesjährigen IW-Verbandsumfrage zusammen.

Zwar geben 23 der 46 befragten Verbände an, die Stimmung in ihren Mitgliedsunternehmen sei derzeit schlechter als noch vor einem Jahr. Trotzdem überwiegt beim Blick auf 2012 die Zuversicht: 26 Branchen erwarten einen höheren Umsatz bzw. eine höhere Produktion als im Jahr 2011, weitere 9 Branchen rechnen mit konstanten Zahlen. „Von einem starken Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung ist daher derzeit nicht auszugehen“, so der IW-Direktor. Auch hinsichtlich der Investitionstätigkeit und der Beschäftigung üben sich die Wirtschaftsverbände keinesfalls in Schwarzmalerei. Mit 29 Verbänden erwartet die Mehrheit ein gleichbleibendes Investitionsvolumen ihrer Mitgliedsfirmen. Zudem gehen 31 Branchen von stabilen Beschäftigtenzahlen aus, nur 8 befürchten einen Arbeitsplatzabbau.

Prof. Hüther betont allerdings auch, dass Unternehmen und private Haushalte derzeit stark verunsichert seien und dass die anhaltenden Diskussionen um die staatlichen Schuldenprobleme und die Zukunft des Euro die Perspektiven eintrüben könnten.

(...) +++

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