gesellschaft

Politumfrage: Sorge um transatlantische Beziehungen - Mehrheit wünscht sich engeren Schulterschluss Europas
(nf/red/02.06.17) Klimapolitik, Freihandel, Rüstungsausgaben, Migration, Terrorismusbekämpfung: Die Felder, auf denen substanzielle Differenzen zwischen Berlin und Washington zu Tage treten, sind zahlreich geworden. War die Ära Obama noch geprägt vom Willen zu Kooperation und Konsens, stehen die Zeichen unter der Präsidentschaft Donald Trumps mehr und mehr auf Konfrontation. In Windeseile, so scheint es, haben sich die Partner entfremdet. Unüberbrückbare Meinungsunterschiede und verbale Attacken reißen neue Gräben auf und schaffen eine ungewohnte Distanz zwischen der deutschen und der US-amerikanischen Regierung. Steht eine dauerhafte Frostperiode im transatlantischen Verhältnis bevor? Die Bundesbürger betrachten die Entwicklung jedenfalls mit großer Sorge. Laut ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen hält nur noch eine Minderheit von 29 Prozent die bilateralen Beziehungen für gut. Im Herbst vergangenen Jahres waren es noch mehr als 80 Prozent. Zweifel an der Verlässlichkeit der aktuellen US-Regierung äußern fast 70 Prozent. Und mit 89 Prozent wünscht sich die überwiegende Mehrheit, dass Europa enger zusammenrückt. Zugleich bleiben die meisten Bundesbürger realistisch: 79 Prozent meinen, dass die Vereinigten Staaten als ökonomischer Partner auch künftig große Bedeutung haben werden. Von der Stimmungslage profitieren kann derzeit eher die Union. In der Sonntagsfrage legt sie leicht zu, während die Sozialdemokraten ihr zuletzt gewonnenes Terrain wieder räumen müssen.
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Meinungstrend: Schulz-SPD im Rückwärtsgang - Merkel-Union eilt davon
(nf/red/12.05.17) Folgt auf den Höhenflug nun der Absturz? Fest steht, dass die Euphorie um den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz verflogen ist. Ernüchterung hat sich breit gemacht. Nach der Wahlniederlage in Schleswig-Holstein und vor der mutmaßlich wegweisenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen rutschen die Sozialdemokraten in der Wählergunst dramatisch ab. Laut ARD-Deutschlandtrend von Infratest-dimap büßen sie bundesweit vier Punkte ein und liegen damit bei nur noch 27 Prozent. Zulegen kann dagegen die Union. Sie gewinnt drei Punkte hinzu und erreicht derzeit 37 Prozent. Entsprechend schwach ausgeprägt erscheint auch die wahrnehmbare Wechselstimmung: Laut der Umfrage wünschen sich 47 Prozent weiterhin eine von CDU/CSU geführte Bundesregierung, nur noch 36 Prozent präferieren die SPD an der Spitze. Während Martin Schulz ein Mangel an erkennbarem politischen Profil attestiert wird, punktet Angela Merkel in den Augen der meisten Befragten als Garantin von Stabilität und Wohlstand. Allerdings glaubt eine Mehrheit zugleich, dass die Kanzlerin ihren politischen Zenit überschritten hat.
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Dieselautos: Schadstoffausstoß noch höher als bisher angenommen - Grenzwerte für Stickoxid um ein Vielfaches überschritten - Studie nimmt realen Fahrbetrieb unter die Lupe
(nf/red/25.04.17) Autohersteller verweisen gerne auf das hohe technologische Niveau ihrer Produkte. Beim Thema Abgasreinigung erscheint ihre Innovationskraft jedoch eher gebremst. Am Pranger stehen dabei vor allem Dieselfahrzeuge. Eine neue Studie des Umweltbundesamtes (UBA) hat jetzt nachgewiesen, dass selbst modernste Dieselmodelle vorgeschriebene Emissionsnormen während des realen Fahrbetriebs um ein Vielfaches überschreiten. Die geltenden Grenzwerte für den Ausstoß des gesundheitschädlichen Stickoxids werden demnach offenbar nur im Labor eingehalten, mit der alltäglichen Fahrpraxis haben sie - besonders an kälteren Tagen - wenig zu tun. Angesichts der zunehmenden Schadstoffbelastung der Atemluft stehe die Autoindustrie klar in der Verantwortung, Gegenmaßnahmen zu ergreifen und verbraucherfreundliche Lösungen anzubieten, so die Forderung der UBA-Experten.
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Zuwanderung: Willkommenskultur intakt, doch "die Stimmung verändert sich"
(nf/red/07.04.17) Unumstritten war die viel beschworene Willkommenskultur in Deutschland nie - nach der Rekordzuwanderung der vergangenen zwei Jahre mit weit mehr als einer Million Neuankömmlingen hat sie zwar immer noch Bestand, zeigt sich jedoch deutlich abgeschwächt. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor. Demnach sehen heute 54 Prozent der Bundesbürger das Land an seiner Belastungsgrenze, wenn es um die weitere Aufnahme von Flüchtlingen geht. 2015 vertraten nur 40 Prozent der Befragten diese Position. Vor allem in Ostdeutschland überwiegt die Skepsis mittlerweile sehr deutlich. Nur noch ein Drittel der Bevölkerung hat dort den Eindruck, dass Flüchtlinge willkommen geheißen und offen aufgenommen werden. Bundesweit werden laut der Studie mögliche negative Folgen der Zuwanderung von großen Mehrheiten bejaht, etwa bei den Themen Wohnungsnot in den Ballungsräumen, Probleme in den Schulen oder finanzielle Lasten für die Sozialsysteme. Gleichzeitig sprechen sich aber die allermeisten Befragten dafür aus, dass Flüchtlinge gut integriert und möglichst rasch eine Arbeitserlaubnis erhalten sollen. Fazit der Bertelsmann-Stiftung: Die Willkommenskultur hat sich als robust erwiesen, doch die Stimmung verändert sich.
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Armutsquote: Wert erreicht in Deutschland neuen Höchststand - Verbände fordern sozialpolitischen Kurswechsel
(nf/red/02.03.17) Erfreuliche Wachstumsraten, Exportüberschüsse in Rekordhöhe, robuster Konsum, steigende Beschäftigung: Deutschland zählt zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern weltweit. Doch vom Wohlstand profitieren längst nicht alle. Im Gegenteil: Die Zahl der Menschen, deren Einkünfte so gering sind, dass sie gemessen an hiesigen Verhältnissen als arm gelten, wächst. Für das Jahr 2015 beziffert der Paritätische Wohlfahrtsverband die Armutsquote auf 15,7 Prozent. Der Wert hat damit einen neuen Höchststand erreicht, wie die Organisation in ihrem aktuellen Armutsbericht feststellt. Von Armut betroffen sind demnach vor allem Erwerbslose und Alleinerziehende. Einen sprunghaften Anstieg verzeichnet der Report bei Rentnern. Regional gibt es enorme Unterschiede. Besonders problematisch sei die Situation etwa im Ruhrgebiet und in Berlin. Bei der Berechnung der Armutsquoten werden alle Personen gezählt, die in Haushalten leben, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte beträgt.
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