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Abstiegsängste: Furcht vor Verlust des Lebensstandards bis weit in die Mittelschicht hinein - Sorge um Alterssicherung, Digitalisierung und Globalisierung - Neue Studie
(nf/red/23.02.18) Die deutsche Wirtschaft boomt seit Jahren, die Lage am Arbeitsmarkt verbessert sich stetig, die Einkommen steigen - dennoch macht sich in der Bevölkerung zunehmend Verunsicherung breit. Ein großer Teil der Bundesbürger wird laut einer neuen Studie der Universität Paderborn, unterstützt von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, von Zukunftssorgen und Abstiegsängsten geplagt. Dieser Befund gilt nicht nur für materiell Schwächere, sondern auch für Gutverdiener mit sicherem Arbeitsplatz, reicht also bis tief in die Mittelschicht hinein. So teilt fast die Hälfte der Befragten die Aussage: "Ich befürchte, meinen Lebensstandard nicht dauerhaft halten zu können". Konkret sorgen sich die Menschen vor allem um die Absicherung im Alter. Aber auch Themen wie Digitalisierung und Globalisierung verursachen bei vielen das ungute Gefühl, ausgeliefert zu sein und die Kontrolle über die Gestaltung des eigenen Lebens verloren zu haben, wie die Forscher feststellen.
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Mindestlohn: Millionen Beschäftigte bleiben außen vor - Umgehungsstrategien durch Arbeitszeitvereinbarungen
(nf/red/06.12.17) Die Einführung des Mindestlohns gilt als eine der bedeutendsten sozialpolitischen Errungenschaften der vergangenen Jahre und gleichzeitig als wirksames Mittel zur Abfederung von materiellen Härten in einem immer weiter wachsenden Niedriglohnsektor. Tatsächlich hat die Maßnahme zu einer signifikanten Einkommenssteigerung im Bereich der untersten Lohngruppen geführt, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam ermittelt hat. Allerdings kommen die Forscher auch zu dem Ergebnis, dass der Mindestlohn immer noch breitflächig vorenthalten und unterlaufen wird, etwa durch unbezahlte Überstunden oder unentgeltliche Bereitschaftsdienste. Den Berechnungen zufolge arbeiteten im vergangenen Jahr mindestens 1,8 Millionen Menschen unterhalb des in Deutschland geltenden Mindestlohnniveaus. Bezieht man andere Faktoren in die Betrachtung mit ein, liegt diese Zahl sogar noch weitaus höher.
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Extremwetter: Arme Länder trifft es am härtesten - Doch auch Industrienationen müssen zunehmend leiden
(nf/red/09.11.17) Gewaltige Stürme, verheerende Überschwemmungen, lange Dürreperioden: Extremwetter-Phänomene nehmen weltweit zu und sie werden immer heftiger. 2017 könnte das Jahr mit den größten jemals registrierten Schäden durch Wetterkatastrophen werden, stellt die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch in ihrem anlässlich des Bonner Klimagipfels veröffentlichten "Globalen Klima-Risiko-Index" fest. Am härtesten trifft es demnach vor allem kleine Insel-Staaten und ärmere Länder. Doch auch Industrienationen wie die USA oder Deutschland haben zunehmend zu leiden. Seit 1997 sind der Studie zufolge mehr als eine halbe Million Menschen durch Extremwetter-Ereignisse ums Leben gekommen. Die wirtschaftlichen Schäden beziffert der Index auf weit mehr als drei Billionen US-Dollar.
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Herbstgutachten: Aufschwung der deutschen Wirtschaft gewinnt an Stärke und Breite - Reformbedarf bei Steuern, Abgaben und Rente
(nf/red/28.09.17) Egal in welcher Konstellation sich die nächste Bundesregierung präsentieren wird - Jamaika, Minderheitskabinett oder über Umwege doch wieder eine Große Koalition - mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung muss sie sich vorerst offenbar keine größeren Sorgen machen. Führende Forschungsinstitute sehen Deutschland weiterhin deutlich im Aufschwung. In ihrem Herbstgutachten prognostizieren sie für dieses und das kommende Jahr robustes Wachstum, einen florierenden Arbeitsmarkt und kräftige Staatseinnahmen. Die guten Aussichten sind nach Einschätzung der Experten allerdings kein Grund sich zurückzulehnen. Korrekturbedarf sehen die Institute vor allem bei der vergleichsweise hohen Belastung der Arbeitseinkommen durch Steuern und Abgaben sowie beim Thema Rente. Hier werde sich die Lage aufgrund der Alterung der Gesellschaft mittel- und langfristig spürbar verschlechtern.
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Studie: Deutschland im MINT-Ranking an der Spitze - Doch die Bildungsausgaben bleiben weit unter dem Schnitt
(nf/red/12.09.17) Nicht immer hat Deutschland in internationalen Vergleichsstudien zum Thema Bildung gut abgeschnitten. Nun jedoch übernimmt die Bundesrepublik in einem für High-Tech-Standorte wichtigen Schlüsselbereich den Spitzenplatz. Der Anteil der Studienanfänger und -absolventen in den so genannten MINT-Fächern - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - ist so hoch wie in keinem anderen Industrieland. Dies geht aus dem diesjährigen Bildungsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Abzüge gibt es laut der Studie für den geringen Frauenanteil auf dem MINT-Feld. Kritisch sieht die Organisation auch die insgesamt vergleichsweise geringen Bildungsausgaben hierzulande. Bezogen auf die Wirtschaftskraft lägen diese weiterhin deutlich unter dem OECD-Mittel.
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