literatur

Digitalisierung: Von gierigen Datennehmern und mündigen Datengebern
(nf/red/26.04.11) Wer sich digital bewegt, hinterlässt unauslöschliche Spuren und jede noch so unbedeutend scheinende Aktivität kann als geldwerte Information gesammelt und gewinnbringend weiterverkauft werden. Datennehmer wollen von Datengebern gefüttert werden: Ist dies der Preis für Freiheit, Entfaltung und den möglichst schnellen, unkomplizierten Austausch in einer offenen und zukunftsgerichteten Informationsgesellschaft? "Die gute Nachricht ist, dass wir nicht wehrlos sind gegenüber der Informationsmagie und -gier", meinen die Experten Constanze Kurz und Frank Rieger. In ihrem Buch analysieren sie technische und ökonomische Mechanismen hinter den Kulissen und plädieren für eine Kultur der "digitalen Mündigkeit". Ziel sei, die "ganz private Balance zwischen den Interessen des Individuums und den Möglichkeiten einer vollvernetzten Welt zu finden". Der Titel "Die Datenfresser" ist im S. Fischer Verlag erschienen.
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Ärzte in der NS-Zeit: "Eine vollständige Aufarbeitung der Gräuel steht noch aus"
(nf/red/25.03.11) Teile der deutschen Ärzteschaft waren tief verstrickt in die Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. „Wir wissen, dass Ärzte nicht nur weggesehen und geschwiegen, sondern aktiv an der systematischen Ermordung von Kranken und sogenannten gesellschaftlichen Randgruppen mitgewirkt haben", stellt der Präsident der Bundesärztekammer Jörg-Dietrich Hoppe fest und ergänzt: „Ärzte haben in der Zeit des Nationalsozialismus Tod und Leiden von Menschen herbeigeführt, angeordnet oder gnadenlos verwaltet." Eine vollständige Aufarbeitung dieser Gräuel stehe noch aus. Die Ärztekammer hat deshalb einen umfassenden Bericht initiiert, der die bisherigen Erkenntnisse bilanziert und Perspektiven für die weitere Forschung aufzeigt. Einer der Autoren ist Robert Jütte, Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart. Der Titel "Medizin und Nationalsozialismus" ist im Wallstein Verlag erschienen.

Audio zum Buchtipp (Autor: Matthias Widder)

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Europa: Gesichter der Intoleranz
(nf/red/11.03.11) Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Intoleranz und die offene Ablehnung von Diversität: Weite Teile der Bevölkerung auf dem alten Kontinent tun sich schwer mit den europäischen Idealen von Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und Offenheit. Zu diesem Schluss kommt eine Forschungsarbeit im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. "Die Abwertung der Anderen" ist eine "Analyse antidemokratischer Mentalitäten" in acht Ländern Europas. Befragt wurde in Deutschland, England, Frankreich, den Niederlanden, Italien, Portugal, Polen und Ungarn. „Die Ergebnisse zeigen, dass abwertende Einstellungen auch handfeste Folgen haben“, so die Autoren der Studie Andreas Zick, Beate Küpper und Andreas Hövermann.
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Islamische Staatenwelt: Umbruch mit Macht
(nf/red/01.02.11) Aufstand in Ägypten, Umsturz in Tunesien, Proteste in Jordanien und Jemen, Abspaltung des Südsudans: Die Staatenwelt im Einzugsbereich des Islam verändert sich plötzlich und mit ungeheurer Wucht. Behalten die progressiv-aufklärerisch ausgerichteten Kräfte die Oberhand oder werden sich am Ende radikal-autoritäre Anhänger einer aggressiven Religiosität durchsetzen? Nach Meinung des aus Ägypten stammenden Politologen Hamed Abdel-Samad ist der Westen gut beraten, die sich abzeichnende Transformation hin zur Demokratie nach Kräften zu unterstützen. Bereits im Herbst des vergangenen Jahres wagte der Autor die provokante These vom "Untergang der islamischen Welt". Die Schlussfolgerung der Analyse, in deren Mittelpunkt Abdel-Samads Geburtsland steht, könnte sich jetzt tatsächlich bewahrheiten. Der Titel ist bei DroemerKnaur erschienen.
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Internet: Revolution, Affäre oder falscher Alarm?
(nf/red/28.01.11) Lebt Diplomatie durch Diskretion? Können etablierte Medien "kritische Distanz" halten oder müssen sie sich einer veränderten "Ökologie der Nachrichten" anpassen. Gehört die Zukunft einer "Politik der Wahrheit" oder führt unbegrenzte Transparenz am Ende zu einer neuen Dimensionen von Geheimniskrämerei? Um solche Fragen dreht sich der Essayband "WikiLeaks und die Folgen" - eine facettenreiche Annäherung aus unterschiedlichen Blickwinkeln an die spektakuläre Enthüllungsplattform, ihren sagenumwobenen Gründer und die Wirkungsmacht des Internets. Der Titel ist bei Suhrkamp erschienen.
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