literatur

Integration: Jenseits der Wagenburg-Mentalität
(nf/red/10.09.10) Pauschale Diffamierungen und holzschnittartige Fehlurteile über Menschen auswärtiger Herkunft haben der Debatte über Integration eine polemische, wenn nicht destruktive Note verliehen. Dabei wird die Diskussion über den richtigen Weg zur Eingliederung von Zuwanderern seit langer Zeit geführt - intensiv, aber weniger spektakulär, auf sachlicher Ebene Defizite und Erfolge benennend, bedacht auf Ausgleich statt Konfrontation. Wird es gelingen, die Dynamik der Auseinandersetzung wieder in diese Richtung zu bewegen?

Dazu beitragen kann vielleicht die Autobiographie der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor. Als aufgeklärte Muslimin setzt sie sich für eine liberale Grundhaltung ein, engagiert sich beispielsweise für deutschsprachigen Islamunterricht an öffentlichen Schulen. Kaddors Sichtweisen und Erfahrungen erscheinen als Plädoyer für Toleranz auf beiden Seiten, gleichsam ein Appell an eine Gesellschaft, die offen, vielfältig und pluralistisch sein will, ebenso ein Aufruf an jene, die anderer Herkunft und anderen Glaubens sind und hierzulande ihr Zuhause gefunden haben. Der Titel "Muslimisch Weiblich Deutsch!" wurde Anfang des Jahres im Verlag C.H.Beck veröffentlicht.
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Kriegstrauma: Die verletzten Seelen der nächsten Generation
(nf/red/23.08.10) "Unsere Eltern räumten die Trümmer der zerstörten Häuser mit den Händen weg – wir, die nächste Generation, sind mit dem Aufräumen der seelischen Trümmer beschäftigt." So lautet eines der vielen eindrücklichen Zitate aus Bettina Albertis Buch, das sich mit den seelischen Verletzungen befasst, die der Zweite Weltkrieg bei den "Kriegskindern" selbst, aber auch bei deren Nachkommen hinterlassen hat.

Die Autorin, von Hause aus Psychotherapeutin, dokumentiert und analysiert eine Vielzahl persönlicher Berichte von Angehörigen der "mittleren" Generation, geboren in den 1950er und 1960er Jahren. In den Familiengeschichten zeigt sich, warum die Schreckenserlebnisse der Kriegszeit immer noch virulent sind und wie ein Schatten über der Gegenwart liegen. Der Titel "Seelische Trümmer" ist im Kösel-Verlag erschienen.
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Afghanistan: Das tödliche Spiel um Macht, Ehre und Erdöl
(nf/red/18.08.10) Stabilisierung, bewaffneter Konflikt, Bürgerkrieg, Krieg . . . Die Bandbreite der Vokabeln zur Einordnung des Einsatzes in Afghanistan ist denkbar groß. Fest steht: Die Mission unter Beteiligung der Bundeswehr ist von ihrem ursprünglichem Ziel weiter entfernt denn je und ein baldiger Truppenabzug scheint mehr und mehr unrealistisch.

Misslungen ist bislang die angestrebte Befriedung des Landes, ebenso die Neutralisierung von Kraftzentren des islamistischen Terrors. Doch wer sind die Gegner? Was treibt sie an? Welche Netzwerke und Interessen unterstützen sie und wie kam es zu ihrem erneuten Erstarken?

Der pakistanische Autor Ahmed Rashid zählt zu den profundesten Kennern der Materie. Sein Buch "Taliban. Afghanistans Gotteskämpfer und der neue Krieg am Hindukusch" ist Blick aus nächster Nähe und kritisch-distanzierte Analyse zugleich. Der Titel, erschienen im Verlag C.H.Beck, gilt als Standardwerk zum Thema und wurde jetzt in aktualisierter sowie erweiterter Fassung neu aufgelegt.
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Wirtschaftsordnung: Ein "New Deal" für Europa
(nf/red/13.07.10) Die Finanzkrise bildet den Anfang vom Ende des Neoliberalismus. Das ist eine der Grundthesen, die der österreichische Wirtschaftswissenschaftler Stephan Schulmeister in seinem Buch "Mitten in der großen Krise. Ein 'New Deal' für Europa" vertritt. Seiner Analyse zufolge hat ein neues ökonomisches Zeitalter bereits eingesetzt, in dem die Realwirtschaft wieder in den Mittelpunkt der ökonomischen Dynamik rückt. Allerdings harren laut Schulmeister noch zahlreiche gravierende Probleme einer dauerhaften Lösung: Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit, Klimawandel. Nötig sei nun eine expansive europäische Wirtschaftspolitik, verbunden mit einem Höchstmaß an Abstimmung und Gemeinsamkeit auf EU-Ebene. "Gebraucht wird das Konzept eines koordinierten 'New Deal' für Europa und ein Leadership der PolitikerInnen, dieses umzusetzen", so der Autor. Der Titel ist im Wiener Picus Verlag erschienen.
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Öl: Der Rohstoff, der die Welt verwüstet
(nf/red/05.07.10) "Wir müssen unseren Appetit auf Öl zügeln. Für uns alle, Konsumenten wie Lieferanten, wird dies ein langer und schmerzlicher Prozess sein. Aber es ist zu schaffen." Das sagt der renommierte US-Journalist Peter Maass im Interview über sein Buch "Öl - Das blutige Geschäft". Es ist eine weltweite Recherche über die verheerenden Auswirkungen einer vielerorts unverantwortlichen Rohstoff- und Förderpolitik, befeuert von ungebremster Nachfrage, unterstützt von staatlichen Strukturen, umgesetzt von mächtigen Konzernen. Wie unermesslich die ökologischen, aber auch die gesellschaftlichen Schäden infolge der globalen Ölgier sein können, zeigt derzeit die Tragödie im Golf von Mexiko, deren Ende noch nicht einmal abzusehen ist. Auch deshalb hat das Buch von Peter Maass traurige Aktualität. Der Titel ist im April bei Droemer Knaur erschienen.
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